Fridolin - Maskottchen der kath. öffentlichen Büchereien

Menü

Tipps für die Leseförderung zu Hause

1. Frühzeitig anfangen!

Das Interesse am Buch sollte bei allen Kindern schon möglichst früh geweckt werden. Schon für die Kleinsten gibt es Bücher: Sie sollten robust sein, in einem handlichen Format und gegebenenfalls abwaschbar. Große Abbildungen mit vertrauten Gegenständen wecken schnell die Neugier der Kinder.

2. Vorlesen, vorlesen, vorlesen!

Kinder haben meist großes Interesse an festen Ritualen, baue das Vorlesen deshalb in den Alltag ein und schaff so eine positive Beziehung zu Büchern und Texten. Nicht jeder hat dazu ausreichend Zeit und es ist nicht jeder ein begabter Geschichtenerzähler. Greife daher ruhig ab und an zu Hörspiel-CDs, wenn du selber gerade keine Zeit oder Lust zum Vorlesen hast. Dies ist natürlich kein gleichwertiger Ersatz. Beim Vorlesen sollte immer auch eine Kommunikation zwischen dem Kind und Ihnen stattfinden. Deshalb ist Gemeinsamkeit besonders wichtig.

Die meisten Kinder stellen von sich aus Fragen zum gerade Gehörten. Falls nicht, solltest du dein Kind anregen, über das Buch zu sprechen. Lass dein Kind seine Gedanken dazu in Ruhe formulieren und zeige, dass du ihm zuhören und es ernst nimmst.

Erfinde gemeinsam mit deinem Kind einen anderen Ausgang der Geschichte. Wenn du eine Geschichte schon öfter vorgelesen hast, baue doch einmal einen kleinen Fehler ein und warte ab, was passiert... Denk dir Spiele oder Beschäftigungen aus, die den Buchinhalt ergänzen oder vertiefen.

s.a. Tipps zum Vorlesen von Stefanie Eckmann-Schmechta

3. Buchinhalte vertiefen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten einen Buchinhalt zu vertiefen. Durch Malen, Basteln oder der musikalischen Umsetzung eines Textes kann das Kind das Geschriebene aktiv erleben.

Kinder wollen an einem Buch teilnehmen und nachspielen, was die Hauptperson darin erlebt hat. Dazu eignen sich Theaterspiele oder Pantomime.

Sprachspiele erweitern den Wortschatz des Kindes und fördern die Ausdrucksfähigkeit. Für kleine Kinder eignen sich Fingerspiele besonders gut. Hierbei wird Sprache mit Bewegung verbunden.

4. Bibliotheksbesuche

Besuch gemeinsam die Bücherei.

Man kann einen Nachmittag auch gut unter ein bestimmtes Thema stellen, das man vorher mit dem Kind abspricht, z.B. Märchen, Bücher über das Lieblingstier des Kindes, bestimmte Autoren oder Buchreihen ( Pumuckl, Pippi Langstrumpf etc.)

Ein eigener Büchereiausweis oder ein Abonnement für eine Zeitschrift sind sinnvolle Geschenke!

5. Die Interessen des Kindes berücksichtigen

Wichtig ist nicht in erster Linie, was gelesen wird, sondern, dass das Kind überhaupt liest. Nur wer das ganze Angebot kennt, kann später zwischen Gut und Schlecht unterscheiden. Sinnvolle Bücher für jedes Alter findest du bei uns.

Geh auf die Interessen deines Kindes ein. Einen 6jährigen Fußballfan werden nicht unbedingt Märchen interessieren und wenn deine Tochter gerade in einer Pferde-Phase steckt, lass sie ruhig die ganze Palette an Pferdebüchern durchlesen. Oft wählen Kinder Bücher mit bestimmten Themen aus, die für sie momentan von Interesse sind. Dadurch können aktuelle Probleme aufgearbeitet werden. Wir bieten neben erzählender Literatur eine große Auswahl an Kinder-Sachbücher zu allen Themen.

Manche Kinder lesen lieber Comics, als Bücher mit zu viel Text und es gibt auf diesem Gebiet ein durchaus hochwertiges Angebot.

Besonders für Leseanfänger, die sich oft von Büchern mit viel Text überfordert fühlen, bieten wir speziell Bücher für das erste Lesalter.

6. Welche Bücher für welches Alter?

Wähle die Bücher altersgemäß aus und überfordere dein Kind dabei nicht. Ein Buch, das im Stande ist, ein Kind zu "erschlagen", wird kaum einen Lesemuffel überzeugen. Wir helfen dir gerne bei der Auswahl.

7. Kombination mehrerer Medien

Bücher, Filme und Fernsehen: Zu vielen Fernsehserien gibt es entsprechende Bücher.

Wenn dein Kind eine Lieblingssendung im Fernsehen hat, biete ihm doch einfach auch das Buch dazu an. Nicht wenige Kinder sind seit dem Harry Potter - Film zu Leseratten geworden!

Quelle: hoppsala.de - Leseförderung im Kleinkindalter von Gaby Silbermann

8. Interessannte Links

Wir vermitteln jedes auf dem Markt erhältliche Buch zum festgesetzten Ladenpreis – ohne Porto- und Verpackungskosten. Dabei erhalten wir eine Provision, mit der neue Medien für die Ausleihe angeschafft werden.

Bücherei

Corona zeigt, wie schützenswert Bibliotheken sind: Sie sind Orte der Begegnung zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft. Orte der Bildung und des Lernens. Und Orte, an denen man Zeit verbringen kann, auch ohne Geld auszugeben. Welche Krisen auch kommen: Bibliotheken helfen uns, sie zu überstehen.

Melike Peterson, Stadtgeografin der Uni Bremen