Am 08.04.2018 um 16:34 schrieb Gregor Volm aus Marokko:

Liebes Büchereiteam

Ich habe gerade im Internet eure Berichte (Protokoll und Zeitungsbericht, Zuschriften) über das Problem mit der Unterbringung der Bücherei gelesen.

Ich kann nur sagen, dass das meiner Meinung nach eine sehr einseitige Information ist. (Präsident Trump würde sagen „fake news“) Es wäre schön, wen ihr zu den Zuschriften die ihr auf eurer Protokoll bekommen habt, auch die Namen der Schreiber veröffentlichen würdet, so wie ihr im Protokoll auch die Namen der Personen öffentlich macht die nicht eurer Meinung waren bei der Sitzung. Es gäbe dann die Möglichkeit diesen Personen zu erklären, dass es auch eine andere Sicht der Dinge gibt.

Ich möchte noch einmal sagen, dass ich zu hundert Prozent überzeugt bin, dass bei gutem Willen von allen Seiten eine gemeinsame Lösung im Pfarrsaal möglich wäre. Man könnte den ganzen hinteren Raum und auch die beiden kleinen Räume vollstellen mit Regalen mit Gängen dazwischen.

Der gemeinsame Raum könnte sehr gut für die Ausleihe und für eure Veranstaltungen genutzt werden. Ich bin sicher, diese Lösung wäre für euch nicht schlechter als die bisherige Unterbringung im Pfarrhaus. Um auf so eine Lösung einzugehen, braucht es natürlich eine Portion guten Willens.

Ich möchte euch noch bitten mein Schreiben jetzt auch zu veröffentlichen wie die anderen Zuschriften.

Gerne dürft ihr meinen Namen dazu schreiben

Gruß
Gregor Volm

Am 09.04.2018 um 12:57 antworte die Owinger Bücherei:

Hallo Gregor,

wie haben nun - wie gewünscht - deine E-Mail unter "wiederaufbau.owbib.de" veröffentlicht. Sollen wir der Vollständigkeit halber die anderen Mails auch rein setzen?

Zu deinem Vorschlag, der bei dem Treffen von allen Anwesenden ausschließlich als Angebot genannt wurde:
Wir haben mehrmals erwähnt, dass die 50 qm nicht ausreichen werden um 6.300 Medien,30 Regale, 4 große Bilderbuchtröge,PC-Arbeitsplätze  für Leser, usw. unterzubringen. Und die zwei kleinen Räume sind ja nicht mal groß genug, um dort das Büro und die Einarbeitungs-Plätze einzurichten.

Ich nehme an, dass du weißt, dass sich die Büchereiarbeit in den letzten 30 Jahren erheblich verändert hat. Vielleicht aber auch nicht. Leider warst du in den 30 Jahren NIE Nutzer oder Leser der Katholischen öffentlichen Bücherei St. Jakobus, Owingen. Wir arbeiten mit vielen PCs die fest installiert und vernetzt werden. Nur so kann heute noch ein ordentlicher und zeitgemäßer Büchereibetrieb gewährleistet werden. Die Ausleih-Theke wird mind. 6 - 8 qm Fläche benötigen und kann nicht verschoben werden. Ebenso wenig die mind. 3 PCs für die Leser. Und du willst doch nicht ernsthaft vorschlagen, dass wir laufend Tische, PCs, Ausleihtheke, Netzwerk- und Stromkabel usw. im vorderen Teil auf und abbauen. 40 qm sind für einen Medienbestand von nur 2000 Medien vorgeschrieben. (siehe hierzu http://www.buecherei-praxishandbuch.de/index.php?id=66). Wir müssen 6.300 Medien anschaffen.

Auf uns werden in den kommenden 3 Jahren unter großem Zeitdruck tausende von Arbeitsstunden zukommen um die Bücherei zu retten. Dies können wir nicht leisten, wenn wir auch noch laufend Rücksicht auf andere Veranstaltungen nehmen müssen.
Wir sind 23 Mitarbeiter, die täglich zu jeder Zeit die Möglichkeit haben müssen, in der Bücherei zu arbeiten.
Um die Bücherei zu retten sind wir zu vielem bereit.... aber es muss ein ordentlicher Betrieb möglich sein. Das ist unsere einzige Bedingung. Im Pfarrhaus hatten wir 100 qm + 25 qm Büro die bis zum letzten Platz vollgestellt waren. Du kannst dazu gerne die 30 Personen befragen, die z.b. monatlich zum Vorlese-Nachmittag kamen oder die 5000 Besucher die jährlich in die Bücherei kamen. Wie sollen wir also das Selbe mit 50 qm schaffen????? Wir bitten ein letztes Mal darum, dies endlich zu akzeptieren. Wir machen seit über 35 Jahren erfolgreiche katholische Büchereiarbeit und es wird uns in keinster Weise zugestanden, dass wir wissen wovon wir reden.
Wir erwähnen auch immer wieder Räume die einen ordnungsgemäßen Betrieb gewährleisten. Dies ist auch von Freiburg so vorgegeben. Wir wissen, dass du nicht viel davon hältst, was Freiburg sagt, aber wir müssen nun einmal danach arbeiten, denn 33 % der fixen Zuschüsse kommen aus Freiburg und alles was mit diesem Geld angeschafft wird bleibt auch 10 Jahre Eigentum des Referats für Kirchliches Büchereiwesen in Freiburg. Und dieser Zuschuss ist ganz schnell gestrichen, sollten die Räumlichkeiten nicht entsprechen.

Und noch kurz zu "Fake News". Wie kannst du so etwas behaupten, wenn du nicht selber bei dem Treffen anwesend warst?????
Die über 20 Anwesenden hätten sehr wohl die Möglichkeit gehabt sich sachlich zu äußern und ihre Sicht der Dinge darzulegen. Wir haben mehrmals nachdrücklich darum gebeten.
Die meisten schwiegen aber unverständlicher Weise!!! Die einzigen Gründe die in der ganzen Zeit genannt wurde, warum z.B. der vordere Engelsaal nicht in Frage kommt waren: "Dieser Saal ist eine Zumutung" oder "Ich stell doch nicht die Kaffee-Maschine in den Engel und koch dort den Kaffee", "wir wollen nicht aus dem Pfarrsaal" oder "Baut die Regale bis unter die Decke und die Leser klettern dann an Leitern hoch"....
Über die Option Zunftstube konnte man schon gar nicht reden, weil man nicht dazu kam. Auch über Ausweichmöglichkeiten der Gruppe Senioren-Gymnastik konnte nicht gesprochen werden.
Das Protokoll ist eine rein sachliche und völlig wertfreie Darstellung des Abends. Letztlich haben nur 2 Personen wirklich unsachlich und voller Emotionen lediglich Vorwürfe in die Runde geworfen. 1,5 Stunden war keine Rede von sachlichen Argumenten und Vorschlägen, die Sinn gemacht hätten und zu einer Lösung hätten beitragen können. Im Gegenteil: Es fielen bitterböse Aussagen die zum Teil Herrn Storost persönlich betrafen und auch uns als Büchereteam bzw. die Bücherei.

Wir möchten aber hier jetzt keine Diskussion über E-Mail anfangen. Wir haben alles weitere an den Träger abgegeben und soweit wir informiert sind, möchte sich auch noch die Fachstelle Freiburg und die Ortschaftsverwaltung damit beschäftigen - Kalle Binder war ja anwesend. Auch Hr. Pauli wird sich noch einschalten. Also weitere Anmerkungen zu dieser Sache bitte direkt an den Träger richten.

Wir warten jetzt nur noch die Entscheidungen ab und holen schon mal die geliehenen Medien zurück. Nach einem viertel Jahr ist leider immer noch nichts klar und auch unsere Motivation neigt sich langsam dem Ende zu. Vielleicht hast du ja noch eine gute Idee außer den 50 qm und die auch finanzierbar ist.

Viele Grüße
Dein Büchereiteam